

Wann eine Nierenersatztherapie eingeleitet
werden muss, kann nicht allgemeingültig
beantwortet werden. Zunehmende Allge-
meinbeschwerden, wie z.B. Abnahme
der Leistungsfähigkeit, Appetitlosigkeit,
Übelkeit, Erbrechen, Juckreiz, Durst,
ein gestörter Schlaf-Wach-Rhythmus,
zunehmende Schwellung der Beine bzw.
Ansammlung von Wasser in der Lunge so-
wie Herzbeutel- und Rippenfellentzündungen,
können bei einer weit fortgeschrittenen Einschränkung
der Nierenfunktion auftreten.
Die Einleitung der Nierenersatztherapie sollte noch vor dem Eintreten schwer wiegender klinischer Symptome erfolgen. Hier können bestimmte Laborparameter (z.B. Kreatinin und Harnstoff im Serum) eine Entscheidungshilfe bieten: Ist die Nierenfunktion – gemessen anhand der Kreatinin-Clearance (Ausscheidung von Kreatinin im 24-Stunden-Sammelurin) – sehr stark abgefallen, so wird dies ebenso die Aufnahme einer Nierenersatztherapie begründen wie eine schwere, therapeutisch kaum zu korrigierende Übersäuerung des Blutes (Azidose) mit der Folge hoher Kaliumwerte im Blut.



