

Die Entscheidung für die Heimhämodialyse wird vom
behandelnden Nephrologen gemeinsam mit dem Patienten
getroffen. Sie schließt die Bereitschaft des Dialyse-
patienten ein, eine große Eigenverantwortung für
seine Dialysebehandlung zu übernehmen.
Die Heimhämodialyse ist für Dialysepatienten
geeignet, bei denen die medizinischen und
räumlichen Voraussetzungen gegeben sind.
Sie wird unter kontinuierlicher medizinischer
Betreuung durch einen erfahrenen Nephrologen
(hierzu gehört auch eine 24-stündige ärztliche
Rufbereitschaft) durchgeführt.
Bei der Heimhämodialyse ist ein Dialysepartner notwendig. Erforderlich ist ein intensives Dialysetraining durch examinierte Trainingspflegekräfte unter Leitung eines Nephrologen, um den Ablauf der Behandlung zu verstehen, die Durchführung zu üben und beherrschen zu lernen. Das Training findet über mehrere Wochen in einem KfH-Nierenzentrum statt.
Sofern die Heimhämodialysebehandlung durchgeführt werden soll, werden die notwendigen technischen Installationen (Strom, Wasser) in den Räumlichkeiten des Patienten vom KfH vorgenommen, die Kosten übernimmt das KfH. Auch ein Telefon im Dialysezimmer für Rücksprachen mit dem behandelnden Nephrologen ist notwendig. Bei Beendigung der Heimhämodialysebehandlung – zum Beispiel nach einer Transplantation – werden die technischen Einrichtungen aus den Zimmern des Patienten kostenlos durch das KfH entfernt.
Der Heimhämodialysepatient wird vom KfH in einem mit ihm abgestimmten, festgelegten Lieferrhythmus mit Dialysematerial beliefert. Dazu muss ausreichend Lagermöglichkeit vorhanden sein. Es erfolgt eine regelmäßige technische Kontrolle und Wartung aller technischen Gerätschaften (Dialysegerät, Osmoseinrichtung etc.).
Wesentlicher Vorteil der Heimhämodialyse ist die höhere zeitliche Flexibilität und die häusliche Atmosphäre. Darüber hinaus zeigt die klinische Erfahrung, dass aufgrund der intensiven Eigenverantwortung des Dialysepatienten typische Behandlungskomplikationen, auch Shuntkomplikationen, wesentlich seltener auftreten.



