

Als Dialysefistel oder Dialyseshunt bezeichnet man eine operativ angelegte, dauerhafte Verbindung zwischen einer Vene und einer Schlagader (Arterie). Als Konsequenz davon strömt mehr Blut unter höherem Druck durch die oberflächliche Vene als normalerweise. Durch den erhöhten Druck weitet sich die entsprechende Vene zusätzlich, entwickelt eine dickere Venenwand und lässt sich unter der Haut gut tasten. So kann ein ausreichender Blutfluss erreicht werden, um einen extrakorporalen Blutkreislauf herzustellen.
Bei Kindern ist die operative Fistelanlage aufgrund der kleineren Gefäße schwieriger. Aus diesem Grund muss die Dialysefistel nach der Operation mehrere Wochen aktiv trainiert werden, bevor sie erstmals punktiert werden kann. Vor der Fistelpunktion haben alle Kinder Angst. Deshalb brauchen sie eine gute Vorbereitung und Begleitung, um bei jeder Dialysebehandlung die erneute Fistelpunktion zu akzeptieren.
Bei Kindern wird eine Dialysefistel aufgrund der oft sehr kleinen Gefäße unterhalb der Ellenbeuge oder sogar am Oberarm angelegt, bei Rechtshändern bevorzugt auf der linken Seite, bei Linkshändern bevorzugt auf der rechten.


